Google Chrome Review
Dafür das der neue Google Browser Chrome noch ein Beta Produkt ist, kann man über die Qualität nicht meckern. Schneller Start, schlichtes, minimalistisches Design der Benutzeroberfläche, Import von Einstellungen (Lesezeichen, Passwörter, Verlauf, Cookies) aus dem Internet Explorer und Firefox - wo bleib Opera? - und anstandsloses Surfen ohne Probleme.
Diese ersten Erkenntnisse und die Liste der Features reichen allerdings nicht aus, um mit den Großen, wie Firefox und Internet Explorer zu konkurrieren, noch nicht! Man darf also gespannt sein, was mit Chrome noch im Laufe der Zeit passieren wird. Ich denke nicht, dass Google ein Produkt einfach so auf den Markt wirft, ohne sich was davon zu versprechen. Es wird jedoch kein all zu leichter Weg sein, an die Nutzerzahlen der anderen Browser ranzukommen.
Den Nutzern des Chrome Browsers möchte ich die Policy ans Herz legen. Liest sie euch durch, damit ihr wisst, welche Daten zur welcher Zeit an Google gesendet werden.
- Beim Verbinden mit den Googlen Server wird die IP und einige Cookies an Google gesendet
- In die Adressleiste eingegebene URLs oder Suchanfragen werden an Google gesendet
- Von Ihnen aufgerufene nicht vorhandene URLs werden möglicherweise an Google gesendet
- Die Funktion “Sicheres Durchsuchen” stellt regelmäßig eine Verbindung zu den Servern von Google her, um die aktuellste Liste bekannter Phishing- und Malware-Websites herunterzuladen. Zusätzlich wird, wenn Sie eine Website besuchen, die eine Phishing- oder Malware-Website sein könnte, von Ihrem Browser eine verschlüsselte Kopie eines Teils der URL dieser Website an Google gesendet, so dass wir weitere Informationen über diese potentiell gefährliche URL senden können. Google kann die reale URL, die Sie besuchen, aus diesen Informationen nicht bestimmen
- Ihre Kopie von Google Chrome enthält mindestens eine eindeutige Anwendungsnummer. Diese Nummern und Informationen zur Installation des Browsers (z. B. Versionsnummer, Sprache) werden bei der erstmaligen Installation und Verwendung der Anwendung und bei der automatischen Update-Prüfung von Google Chrome an Google gesendet
- Sobald man auf weitere Dienste von Google, wie GoogleMail zugreift, werden keine persönlichen Informationen an Google gesendet. Hier gelten weiterhin die Datenschutzbestimmungen der jeweiligen Anwendung.
…Auszug aus der Datenschutzbestimmung des Google Chrome Browsers
Was für mich persönlich interessant ist, ist die Möglichkeit das Chrome Projekt als Visual Studio Projekt herunterzuladen und einen Blick in den Source zu werfen. Jetzt muss ich nur ein wenig Zeit dazu finden
Mein Fazit: Google ist ein gelungener Eintsieg in den Browsermarkt geglückt. Das Projekt ist für mich interessant und ich werde es aufjedenfall weiter verfolgen, bleibe jedoch weiterhin bei Opera und Firefox. Ich vermisse ein Feature, dass die Synchronisation der Lesezeichen auf verschiedenen Computern ermöglicht. Ein Feature das Opera von Haus aus kann und, welches man beim Firefox dank AddOns (Foxmarks) nachrüsten kann.
Am 16. September 2008 um 07:01 Uhr
Chrome wird in den ersten Tagen/Wochen sicherlich nicht das Netz revolutionieren. Interessant ist aber die weitere Entwicklung durch den open source Ansatz. Lediglich der Gedanke dass man immer öfter die Wahl zwischen lediglich 2 Monopolisten hat, lässt mich etwas schaudern.